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Kofferdam – ein Wundermittel?

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Einer der häufigsten Gründe, weshalb Patienten unsere Praxis aufsuchen sind verloren gegangene Füllungen und eine nicht erfolgreiche Wurzelkanalbehandlung. Für hohe Qualität, sowie Erfolg bei einer zahnmedizinischen Behandlung sind zwei Voraussetzungen entscheidend.

  1. Herausragende Adhäsion: viele Materialien in der Zahnmedizin gehen eine adhäsive Verbindung mit dem Zahn ein, dafür allerdings müssen besondere Voraussetzungen erfüllt sein, wie z.B. ein trockenes Arbeitsfeld
  2. Vergrößerung: Arbeiten mit Lupenbrille oder ggf. unter dem Dentalmikroskop ermöglicht den Zahnärzten eine sichere Behandlung.

Im Praxisalltag fällt uns immer wieder auf, wie wenig Patienten eine zahnmedizinische Behandlung unter Kofferdam kennen.

Der Kofferdam ist ein uraltes Hilfsmittel in der Zahnmedizin, welches schon seit über 150 Jahren Anwendung findet. Der amerikanische Zahnarzt Dr. Sandford kam damals auf die ebenso simple wie geniale Idee der Zahnisolierung, indem er Löcher in eine Schutzserviette aus Gummi stanzte. Da er bewusst auf eine Patentierung verzichtete, ermöglichte er die schnelle Verbreitung dieser Methode. Prinzipiell hat sich an der Technik nicht viel verändert. Nur die Materialien, also das Gummituch, sowie die Hilfsmittel werden stetig weiterentwickelt.

Heutzutage werden, um den Kofferdamm am Zahn zu befestigen, sogenannte Kofferdam-Klammern verwendet. Diese umfassen den Zahn ringförmig und sind in allen nur denkbaren Formen erhältlich. Für die Lochung werden heute keine heißen Instrumente, sondern Lochzangen verwendet, je nach Größe des Zahnes, um Löcher für die Zähne in das Gummituch zu stanzen.

An den deutschen Universitäten wird der Umgang mit Kofferdam schon im Grundstudium gelehrt. Die praktische Umsetzung bleibt später jedoch häufig aus. Dabei hat der Kofferdam weitaus mehr Vor- als Nachteile. Einige Juristen sprechen sogar davon, dass zahnmedizinische Behandlungen ohne Kofferdam, als fahrlässig bezeichnet werden könnten. Denn nicht nur bestimmte Materialien erfordern ein trockenes, desinfiziertes Arbeitsfeld, auch Patienten werden am Verschlucken oder Einatmen von Kleinteilen gehindert. Zudem gibt es heute zahlreiche Hilfsmittel, sodass das Anlegen eines Kofferdams fast immer möglich ist und somit auch minimalinvasive Versorgungen von kariösen Läsionen den Vortritt gegeben werden können.

Anwendungsbereiche für Kofferdam

Bei einer Wurzelkaries zum Beispiel, ist es nicht mehr notwendig, aufgrund der geringeren Dentinadhäsion gleich den gesamten Zahn zu überkronen. Stattdessen ist auch eine Composite-Restauration denkbar. Jedoch nur unter der Veraussetzung, dass das Arbeitsfeld, also der Zahn mittels Kofferdam vollständig trockengelegt werden kann, damit die so wichtige Adhäsion zwischen Zahn und Composite-Material nicht beeinträchtigt wird. Auch ein feuchtes Arbeitsfeld beim Anfertigen von Füllungen beeinträchtigt die Lebensdauer der Composite-Restauration maßgeblich.

Häufig findet also der Kofferdam seine Anwendung in der Zahnerhaltung, bei Composite-Restaurationen, endodontischen Behandlungen oder Präparationen mit späteren adhäsiven Befestigungen. Denn gerade bei aufwendigen Wurzelkanalbehandlungen, wo der Zahn desinfiziert und von innen gereinigt wird, sollte es vermieden werden erneut Bakterien, z.B. aus dem Speichel in das Wurzelkanalsystem zu transportieren.

Kofferdam ein "angenehmes" Hilfsmittel

Dabei ist das Feedback der Patienten durchaus positiv, denn schon nach einer kurzen Gewöhnungsphase wird der Kofferdam als "angenehmes" Hilfsmittel beschrieben. Man kann also sagen, dass der Kofferdam keine neue bahnbrechende Erfindung in der Zahnmedizin ist und dennoch ist er den meisten als „Geheimwaffe“ für eine erfolgreiche Behandlung bekannt.

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